Nacker Nachrichten Juni 2013

01.06.2013

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen,

Dorferneuerungsmaßnahme

Wegen der Umgestaltung des Platzes hinter dem Bürgerhaus ist der dortige Spielplatz derzeit kaum zu nutzen. Dies soll nur von kurzer Dauer sein, denn der Spielplatzbereich wird neu gestaltet mit einer „Sand und Wasser Spielanlage“. Daher werden auch die Spielgeräte versetzt. Diese Arbeiten wurden an einen entsprechenden Betrieb im Landschafts- und Gartenbau bereits vergeben und sollten bis Anfang Juli spätestens abgeschlossen sein. An Eigenleistungen sind noch einige Vorbereitungen zu treffen, siehe hierzu die Bekanntgabe des Termins für einen Arbeitseinsatz weiter unten.

Seit einigen Wochen stehen nun auch die Rebtore an den Ortseingängen. Die eingepflanzten Reben sind alle angewachsen und so können wir in wenigen Jahren mit einer vollständigen Bewachsung rechnen. Hoffentlich bewirkt dann die Sichtverringerung bei einigen Autofahrern auch das Fahrtempo. Bedanken möchte ich mich bei den Helfern, die für die Herstellung der Fundamente verantwortlich waren. Besonders mit den Baggerarbeiten beim Ausheben der acht Fundamente im letzten Jahr hat uns Marc Maaß sehr geholfen.

Abgeschlossen ist nun auch die Versorgung der Grillhütte mit Trinkwasseranschluss und neuer Stromleitung. Hier war ebenfalls ein Baggereinsatz nötig. Dieses Mal von Patrick Falter, ebenso herzlich Dank für die Unterstützung. Dies gilt auch für Helfer aus dem Gemeinderat.

Tag der offenen Tür bei der FFW Nack am Muttertag (12.05.2013)

Die Feuerwehr, der Förderverein und die Jugendfeuerwehr Nack möchten sich bei allen bedanken, die auch an diesem durchwachsenen Wetter unsere Gäste zum Mittagessen und/oder Kaffee trinken waren. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass Sie trotz des regnerischen und kalten Klimas bei uns waren. Vielen Dank.

In diesem Jahr war neben der Hüpfburg für die Kleinen die Demonstration einer Bergung nach einem Autounfall mit Schere und Spreizer die besondere Aktion. Auf dem Bild sind die FFw-Kollegen aus Flonheim mit ihrem Spezialfahrzeug zu sehen. Der Einsatz ihrer hydraulischen Rettungsgeräte wurde mit großem Interesse verfolgt. Auf dem Bild wird gerade das Dach abgehoben, um danach die Person aus dem Unfallwagen zu bergen.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr

9. Wandertag des Bürgervereins Nack

Am letzten Aprilsonntag veranstaltete der Bürgerverein Nack zum 9. Mal seinen Wandertag. Diesmal ging es nach Neu-Bamberg bzw. man begann die Wanderung noch auf Siefersheimer Gelände und wanderte ein Stück entlang der „Bänkelsches Route“ vorbei am Ajaxturm. Vor dem Wahrzeichen der Gemeinde, dem unter Denkmalschutz stehenden Uhrturm, hat sich hier die Wandergruppe versammelt. Zu den restaurierten Fachwerkhäusern, den Bauerngehöften, den Mühlen, der ehemaligen Stadtbefestigung, der Burgruine und manchen Besonderheiten im Weinanbau und der Neu-Bamberger/Siefersheimer Gemarkung konnte Norbert Lahm informative Erklärungen beitragen. Nach der Mittagspause auf der Burgruine ging es ein Stück entlang des Appelbachtals und auf der ehemaligen Bahnstrecke zurück zum Ausgangspunkt. Dort wurde noch eine kleine Weinprobe angeboten. Den Wanderern präsentierte Monika Maaß Weine vom eigenen Weingut zum Abschluss eines gelungenen Ausflugs.

Wandertag des Bürgervereins

Landfrauenverein

Anlässlich ihres 60 jährigen Bestehens hatte der Landfrauenverein die Bembelsänger eingeladen. Wegen der kalten und regnerischen Witterung wurde die Veranstaltung in die Sängerhalle verlegt. Dort begeisterte das Ensemble die zahlreichen Besucher mit ihrem abwechslungsreichen Programm. Alle Plätze waren besetzt, man musste zusätzlich Bänke in den Seitenbereichen aufstellen. Liedbeiträge wechselten sich mit komödiantischen Sketchen, natürlich überwiegend in rheinhessischer Mundart und deren typischen Ausdrücken, ab. Auf dem Bild von Jürgen Biehler geht es im Gespräch der Frauen z. B. um die Vor- oder Nachteile der Gartenarbeit. Am Ende der Veranstaltung gab es großen Applaus und erst nach mehreren Zugaben durften die Musiker und Sänger ihren Durst löschen.

Auftritt der Bembelsänger

Arbeitseinsatz Spielplatz

Für Samstag, den 01. Juni ist an dem Spielplatz hinter dem Bürgerhaus ein Arbeitseinsatz ge-plant, bei dem die vorhandene Rutsche versetzt werden soll und Vorbereitungen für ein neues Spielgerät (ein Kletterfelsen) vorzunehmen sind. Es wäre schön, wenn sich hierzu einige tatkräftige Helfer einfinden würden und Werkzeug für die Erdarbeiten mitbringen könnten. Beginn ist ab 8:00 Uhr und eine Anmeldung vorab würde die Organisation erleichtern.

Teilnahme am Umzug beim VG Weinfest

Die Ortsgemeinde Nack beteiligt sich wieder am 23. Juni an dem Umzug in Mauchenheim. Das Motto heißt: Nack im Mittelalter. Zusammen mit der Dorfschmiede und einer Fußgruppe wollen wir auch Werbung für unser Mittelalterfest machen. Mitwirkende beim Umzug oder der Vorbereitung sind gerne gesehen.

Vorbereitungstreffen Mittelalterfest

Am Donnerstag, den 6.06., findet um 19:30 Uhr im Bürgerhaus das nächste Treffen statt, bei dem die Vorbereitung für das Fest besprochen wird. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen, um sich als Helfer zu beteiligen. Die Vorbereitung für das VG Weinfest ist ebenfalls ein Thema.

Turnier für Betriebsmannschaften beim TuS

Wie bereits im vergangenen Jahr hat der TuS Nack auch in diesem Jahr wieder verschiedene Betriebsmannschaften zu einem Kleinfeldturnier eingeladen. Das Turnier findet am 22. Juni 2013 auf dem Rasenplatz in Nack statt. Die Organisatoren haben 22 Betriebe eingeladen. Da der Anmeldeschluss am 31. Mai ist, ist heute noch keine Aussage über die Zahl der tatsächlich teilnehmenden Mannschaften möglich. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf ein großes Teilnehmerfeld und spannende und faire Spiele.

Es wäre schön, wenn zahlreiche Zuschauer zu den Spielen anwesend wären.

Ende der Saison 2012/2013 für unsere 1. Mannschaft

Bei noch einem ausstehenden Spiel belegt unsere 1. Mannschaft derzeit den vorletzten Tabellenplatz in der Kreisliga Alzey. Trotz guter Arbeit unserer Trainer und Einsatzwillen der meisten Spieler, war es eine schwierige Saison. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit zum Teil sehr schlechten Ergebnissen, hat die Mannschaft sich spätestens in der Rückrunde gefunden aber trotz recht guter Spiele wenige Punkte eingefahren. In der ablaufenden Saison war somit nicht mehr zu erreichen.

Wegen noch ausstehenden Spielen, ungeklärten Abstiegen aus höheren Klassen und wegen Fusionsabsichten verschiedener Vereine kann heute noch keine Aussage hinsichtlich unseres Abstiegs oder Verbleibs in der Kreisliga gemacht werden.

Der TuS wird auch für die nächste Saison eine 1. Mannschaft melden. Es haben sich bereits neue Spieler dem Verein angeschlossen, mit weiteren Spielern sind wir im Gespräch.

(TuS-Beiträge: Alfred Schuth)

Zustände wie im Mittelalter

In Nack steht das mittelalterliche Dorffest vor der Tür und aus diesem Anlass hat Frau Brigitte Strobl einen informativen, historischen Beitrag für uns verfasst. Als Historikerin befasst sie sich mit dem Mittelalter und kann deshalb über die „Zustände im Mittelalter“ Auskunft geben.

Oft wird mit diesem Begriff gemeint, dass alles sehr rückständig, überholt oder unmöglich gewesen ist. Aber wie mittelalterlich war das Mittelalter?

Eines hat die Forschung eindeutig nachweisen können, das MA war nicht die dunkle grausame und rückständige Zeit, die uns in Büchern, Filmen aber auch in Museen vermittelt wird. Sicher ist, dass die Grausamkeiten der vergangenen 500 Jahre Neuzeit im Mittelalter unmöglich gewesen wären. Das Mittelalter kannte und lebte Gerechtigkeit, Fürbitte und Gnade.

Unsere moderne Gesellschaft wurde in den verschiedensten Bereichen von den Menschen im Mittelalter vorbereitet und das Maß dieser Leistungen ist erst zu Beginn der Neuzeit sichtbar geworden: Etwa die Intensität der bäuerlichen Arbeit. Besonders die gewaltigen Leistungen der Waldrodungen und Landkultivierungen sind beeindruckend.

Das Mittelalter war keinesfalls eine für 1000 Jahre konstante Zeit, sondern eine Abfolge von Entwicklungen, Erfahrungen und Innovationen.

Vor manchen Leistungen aus dieser Zeit stehen wir, die von Elektronik verwöhnten Menschen, voller Bewunderung. Als regionale Beispiele seien das großartige Bauwerk des Doms von Speyer, des Doms von Worms und Mainz genannt. Mit Elektronik und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen sind manche dieser Konstruktionen in der Erstellung auch nicht nachvollziehbar. Oder wir benutzen andere hinterlassene Leistungen ganz selbstverständlich. Um 1400 war der europäische und internationale Fernhandel so selbstverständlich wie heute, nur wesentlich aufwendiger. Ein Name der beispielhaft für den Umfang und den Erfolg des Handels im Mittelalter steht ist „Fugger“.

Die Menschen des Mittelalters waren nicht nur in ihrem Alltagsleben einfallsreich und pragmatisch, sondern auch zukunftsorientiert. So liegen die Grundlagen unserer Paket- und Briefpost und des Bankenwesens um 1200, im Hohen Mittelalter. Als weitere Erfindungen, die für uns heute selbstverständlich sind, seien die Glasfenster und die Brillen genannt. Die genaue Zeitmessung, mit der Pendelgewichtsuhr, ist ebenfalls eine Erfindung des Mittelalters.

Ebenso erscheint das Zusammenleben der Menschen nicht so mittelalterlich wie es allgemein vermittelt wird. Die Menschen waren aufeinander angewiesen und gegenseitige Unterstützung und Hilfe in allen Lebenssituationen war normal. Die soziale Schere war unserer heutigen materiellen Verteilung ähnlich, es gab bis zu 10% sehr reiche und mächtige Menschen. Der Rest lebte eher in Armut. Der bei uns so gewichtige Mittelstand bildete sich nur langsam ab dem 14. Jahrhundert heraus.

Im Mittelalter ging es in der Hauptsache nicht um Leben, sondern meistens um Überleben. Durch ihre Forschungen sind namhafte Historiker zu der Erkenntnis gelangt, dass das Leben im Mittelalter ein „Dasein“ war. Unser modernes Leben ist ein „Geschäft“. Diese Leistungsorientierung erfährt der moderne Mensch bereits im Kindergarten.

Ich meine, wenn Menschen aus dem Mittelalter unser modernes Leben, besonders im Zusammenleben sehen würden und bewerten sollten, würden sie bestimmt zu vielen Situationen mit gesträubtem Haar sagen: das ist mittelalterlich. (von Brigitte Strobl)

TuS-Nostalgie (Teil 2)

Vor genau 20 Jahren erfolgte die Einweihung des Rasenplatzes und zusammen mit den sich daran anschließenden Veranstaltungen gehört dieses Ereignis bei einer Rückerinnerung in den Vordergrund gestellt. Die Festlichkeiten an und auf dem neuen Spielfeld erstreckten sich vom 5. Juni bis 19. August und wurden mit dem 9. Tag des Mädchenfußballs, mit allen rheinhessischen Mannschaften, eröffnet. Der TuS Nack hatte die Ausrichtung vom Südwestdeutschen Fußballverband übertragen bekommen. Am nächsten fand zum 15. Mal das A-Junioren-Turnier statt. Wegen der überregionalen Beteiligung hatte es längst das Attribut „National“ erhalten. Der Bayernligist VfB Coburg sowie der spätere Turniersieger Wormatia Worms waren Teilnehmer der höchsten Spielklasse bevor auch im Nachwuchsbereich die Bundesliga eingeführt wurde. RWO Alzey war Absteiger aus der Südwestliga und der dritte Hochkaräter. Der aktuelle Kreismeister war ebenfalls dabei, obwohl man bereits im Januar die Einladungen verschicken musste, damit das Turnier beim SWFV 12 Wochen vorher (wegen Terminschutz) angemeldet werden konnte. Das Turnier war von besonderer Güte im Fußballkreis Alzey wie in Rheinhessen.

Plakete der TuS Sportwoche 1957

Offizieller Höhepunkt war der akademische Festakt am 11. Juli. Zwischen den Finalspielen der traditionellen Sportwoche (Sieger SW Mauchenheim) nahm TuS Vorsitzender Ottmar Hühner die Glückwünsche vom Ortsbürgermeister Erhardt Grauer, VG Bürgermeister Ernst-Walter Görisch, Bezirksvorsitzenden des Südwestdeutschen Fußballverbandes Helmut Bogner, dem Vertreter des Fußballkreises Alzey Günter Thauer und vom Vertreter des Sportbundes Rheinhessen Heinz Hinkel entgegen. Die Vorsitzenden der Nacker Ortsvereine sowie der Nachbarvereine gratulierten ebenfalls.

Wie man jetzt nach 20 Jahren sieht, ist die Anlage immer noch tadellos, obwohl die Unterhaltung überwiegend in Eigenregie und mit Vereinsmitteln vorgenommen wird.

Im Rahmen des Festaktes wurden mit Jürgen Streubel und Hans-Peter Weber zwei verdiente TuS-Mitglieder von Helmut Bogner mit der Verbandsehrennadel ausgezeichnet.

Festakt mit Ehrungen

Zu den Abschlussveranstaltungen gehörte der Auftritt der A1-Junioren des 1. FC Kaiserslautern (Deutscher Meister 1992 und aktuell wieder im Finale) bei dem Spiel gegen die Nacker Bezirksklassenmannschaft der Saison 87/88. Diese hatte besonders im Pokalwettbewerb für Furore gesorgt. Die aktuelle TuS-Mannschaft hatte eine Kombination der Nachbarvereine Bechenheim und Nieder-Wiesen zum Spielpartner und selbstverständlich waren auch sämtliche Jugendteams des TuS im Rahmenprogramm im Einsatz.

Das Straßenfest am Sportplatz erlebte seine zweite Auflage.

So war 1993 ein gutes und bewegtes Jahr beim TuS Nack.

(Fotos und Text: Manfred Butter)

Die Gemeinde übermittelt die besten Wünsche

am 03.06. Herrn Georg Klein zum 83. Geburtstag

am 10.06. Frau Margot Illy  zum 77. Geburtstag

am 17.06. Herrn Paul Strohmenger zum 80. Geburtstag

am 27.06. Frau Margott Strohmenger   zum 78. Geburtstag

am 30.06. Frau Lili Großöhme zum 80. Geburtstag

Fundsache

Auf dem Friedhof in Nack wurde eine Brille gefunden. Sie kann auf der Gemeindeverwaltung während der Sprechstunden abgeholt werden.

Herzlichst Ihr
Bernhard Hähnel

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