Dorferneuerung


Warum ein Dorferneuerungskonzept?

Durch die Dorferneuerung soll eine nachhaltige und zukunftsbeständige Entwicklung des Dorfes unterstützt und das Dorf als eigenständiger Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum erhalten und weiterentwickelt werden. Außerdem geht es darum die Funktionsvielfalt des Dorfes in ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Hinsicht zu verstärken.

Welche Aufgabenschwerpunkte kann man dazu zählen:

  • Die Schaffung bzw. Sicherung wohnstättennaher Arbeitsplätze.
  • Die Sicherung bzw. Wiederherstellung der örtlichen Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs.
  • Die Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz zum Wohnen und Arbeiten.
  • Die Sicherung und Verbesserung des Dorfbildes und der baulichen Ordnung.
  • Die Erhaltung und Erneuerung ortsbildprägender wie regional typischer Bausubstanz und Siedlungsstrukturen.
  • Die Wiederherstellung oder Erhaltung der Einheit von Dorf und Landschaft.
  • Die Förderung der Einsatzbereitschaft und der Selbstinitiativen der Dorfbewohner für die Belange ihres Dorfes.
  • Die Durchführung einer umfassenden Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit im Rahmen der Dorfmoderation.

Gemeinderat Nack fasst am 11.06.2008 Beschluss zur DE-Konzepterstellung

Nachdem sich der Gemeinderat von mehreren Planungsbüros beraten ließ, vergab er den Auftrag zur Konzepterstellung an das Büro Nathalie Franzen. Im Oktober 2009 wurde schliesslich das vorher öffentlich vorgestellte Konzept vom GR Nack beschlossen und am 21.01.2010 von der Kreisverwaltung Alzey-Worms anerkannt.

Stationen und Bestandteile der Konzepterstellung

Mit einer Dorfkonferenz im September 2009 zum Thema "Nack in 2030" wurden Stärken, Schwächen und Wünsche durch die Bürgerinnen und Bürger offenbart. Daraus entwickelten sich folgende Arbeitskreise die sich dann mehrfach zusammenfanden:

  • Ortsbild und Gestaltung
  • Ortskernentwicklung
  • Miteinander der Generationen
  • Dorfgemeinschaft
  • Infrastruktur, Versorgung und Arbeitsplatze
  • Weinbau und Tourismus

Parallel dazu unternahm das Planungsbüro eine Analyse des Dorfes in struktureller (Entwicklung Bevölkerung, Verkehr, Wirtschaft, Grünflächen und Vereinsleben) und baulicher Hinsicht. Die Meinungen der Jugendlichen wurden in einer eigenen Jugendsitzung aufgenommen. Die Bevölkerung wurde durch eine Fragebogenaktion beteiligt und aus der Stärken- und Schwächenanalyse sollten folgende wesentliche Bestandteile genannt werden:

Ortsbild unf Gestaltung

Skizzenzeichnung eines Hauses

Pflege und Erhalt der vorhandenen historischen Bausubstanz, den Ortskern lebendig zu erhalten und durch die Gestaltung Plätzen, Gebäuden und den Ortseingängen eine positives Ortsbild weiterentwickeln.

Ortskernentwicklung

Z. Zt. existiert nur ein "geringer" Anteil an leerstehenden bzw. untergenutzen Gebäuden, dieser kann aber zunehmen und dem könnte durch die Dorferneuerung mit Beratung und Förderung entgegengewirkt werden.

Miteinander der Generationen

Spezielle Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren sollten ausgebaut werden. Ein großes bürgerschaftliches Engaement ist im Ort vorhanden. Erste Schritte dazu waren die Gründung einer Dienstleistungstauschbörse und Einführung von Ferienspielen.

Dorfgemeinschaft

Die Dorfgemeinschaft ist durch große ehrenamtliche Tätigkeit und zahlreiche Vereine  geprägt. Allerdings sollten vor dem Hintergrund der Alterung der Bevölkerung die Vereine neue Strategien entwickeln und Jugendliche und Senioren einbeziehen.

Infrastruktur, Versorgung und Arbeitsplätze

Mit nur 14 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen (Stand 2009) ist Nack auch im Vergleich sehr gering ausgestattet. Ähnlich sieht es im Bereich der Versorgung und des ÖPNV aus.

Weinbau und Tourismus

Existierende Ansätze im Bereich der Naherholung sollten ausgebaut werden. Vor allem in den vorhandenen Winzerbetrieben steckt touristisches Potential, das genutzt werden kann (z. B. durch die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten).

Maßnahmenübersicht im Konzept:


geplante Kosten
Umgestaltung Dorfmitte mit den drei Plätzen 170.000
Freiflächengestaltung (incl. Bühne + Rebtore) 115.000
Generationentreff
a) im barrierefreien Bürgerhaus 40.000
b) mit Dienstleistungszentrum und Vinothek noch offen
Naturnaher Tourismus
(Rundweg "Wein und Stein" und Weinbergsturm) 50.000
Förderung der Innenentwicklung (Bauberatung usw.) 10.000
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